Surf Glossar
Surfology, Encyclopedia of Surfing

Profi-Tipps von Daniel Aeberli

Hier erfahrt ihr wie Teamrider Daniel Aeberli seine Finnen repariert und ins Board einpasst, wie auf Reisen richtig gepackt wird und wann man am besten die Entlüftungsschraube im Board rausdrehen soll.

Finnenreparatur
G10 Finnen kann man einfach mit Schleifpapier zuerst grob (circa 120er Körnung), danach mit 400er Körnung nassschleifen, um kleinere Macken auszubessern. Größere Schäden lassen sich bei laminierten Finnen eigentlich relativ unkompliziert mit einer Polyester-Spachtel aus dem Baumarkt reparieren. Das hält zwar nicht ewig, ist aber schnell gemacht und auch nicht besonders schwer. Professioneller repariert man mit Epoxiharz und ein wenig beigemischten Baumwollflocken. Das wird in der Regel sehr stabil. Allerdings sollte man dazu schon ein wenig Reparatur-Erfahrung haben, da es nicht ganz einfach ist.

Finne einpassen

Ist die Box zu eng, schleift man die Finnen mit einem flachen Schleifklotz ein wenig ab. Am besten, man schmiert den Finnenkopf vor dem Einsetzen ein wenig mit weißer Kreide (oder irgendwas vergleich- barem) ein. An der Stelle, wo die Kreide verwischt, muss dann noch nachgeschliffen werden.

Entlüftungsschraube

Wichtig ist, dass man die Schraube nicht nach jedem Surftag entfernt, da sich sonst das Gewinde schnell abnutzt. Außerdem sollte man ab und zu den Dichtungsring checken, um sicher zu sein, dass er nicht spröde ist. Im Prinzip gilt: Die Entlüftungsschraube muss man nur öffnen, wenn man fliegt, mit dem Auto über hohe Bergpässe fährt oder das Board im kochend heißen Fahrzeug länger liegen lässt. Die Schraube sollte zudem immer offen sein, wenn man das Board repariert, damit die Luft durch das Loch entweichen kann.

Richtig packen

Als Vielflieger sehe ich immer wieder, wie falsch die Leute teilweise ihre Boardbags gepackt haben und sich dann wundern, wenn das Equipment nicht heil ankommt. Deshalb hier meine Empfehlung, wie man ein Double- oder Triple-Boardbag richtig bestückt: Das Board nach unten und wenn möglich in ein separates Single-Boardbag stecken. Dann die Segel drauf und erst als letztes Gabelbäume und Masten reinlegen. Finnen und andere harte Kleinteile wickelt man am besten in den Neo oder in Handtücher ein und verstaut sie an den Enden der Bags. Auch noch wichtig: Die Spanngurte am Boardbag immer straff anziehen, damit sich keine losen Teile verschieben können.
(Quelle surf-magazin.de)

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