Surf Glossar
Surfology, Encyclopedia of Surfing

Schneller Surfen als der Wind

Eigentlich ein Paradoxon – Windsurfer können schneller sein als der Wind, der sie in Bewegung setzt. Wie soll das denn gehen? Hier die Erklärung...

Man unterscheidet beim Surfen zwischen dem wahren Wind, den man zum Beispiel mit dem Windmesser am Strand messen kann, dem Fahrtwind, der entsteht, wenn man mit dem Surfbrett vorwärts fährt und dem aus wahrem Wind und Fahrtwind resultierenden scheinbaren oder relativen Wind. Der relative Wind ist der, der am Ende aufs Segel trifft. Je nach Kurs addieren sich Fahrtwind und wahrer Wind nach den Gesetzen der Vektorrechnung (die wir euch hier lieber ersparen) und der relative Wind erzeugt dann natürlich mehr Vortrieb als der wahre Wind allein. Dieses Mehr an Vortrieb können gute Surfer in mehr Geschwindigkeit umsetzen. So surfte Björn Dunkerbeck bei der Speedweek in Namibia bei etwa 60 Stundenkilometern wahrem Wind über 80 Kilometer schnell. Ein weiteres Phänomen des relativen Windes ist, dass er, je schneller man fährt, von immer weiter vorne, also aus Richtung des Fahrtwindes aufs Segel trifft. Deshalb müssen die Speedfahrer, obwohl sie auf Raumschotkurs unterwegs sind, das Segel genauso dicht nehmen wie auf einem Kreuzkurs. In langsamer Verdrängerfahrt müsste man das Segel auf so einem tiefen Raumschotkurs extrem weit aufgefiert haben. (Quelle surf-magazin.de)

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