
Eine stehende Welle (im engeren Sinne) entsteht aus der Überlagerung zweier gegenläufig fortschreitender Wellen gleicher Frequenz und gleicher Amplitude. Die Wellen können aus zwei verschiedenen Erregern stammen oder durch Reflexion einer Welle an einem Hindernis entstehen.
Ein mechanisches Beispiel ist eine Seilwelle, bei der man ein Seilende auf und ab bewegt und so eine fortschreitende Welle im Seil erzeugt. Wird das andere Seilende befestigt, so wird die Welle an dieser Stelle reflektiert und läuft auf dem Seil zurück. Als Folge sieht man gar keine fortschreitende Welle mehr, sondern das Seil vollführt eine Schwingung, bei der bestimmte Stellen in Ruhe bleiben (Wellenknoten oder Schwingungsknoten), während andere mit großer Schwingungsweite (Amplitude) hin und her schwingen (Wellenbäuche oder Schwingungsbäuche).
Wassersportler auf der sogenannten stehenden Welle im Münchner Eisbach, die allerdings keine stehende Welle im physikalischen Sinne ist.
Umgangssprachlich wird auch die zeitlich feststehende Wellenform der Oberfläche einer laminaren Strömung als stehende Welle bezeichnet, wie sie z.B. in Fließgewässern durch Hindernisse unter Wasser verursacht wird. Hierbei handelt es sich jedoch im physikalischen Sinne weder um eine stehende Welle, noch um eine Wasserwelle. Unter anderem werden solche Oberflächenformen in Wildwassersportarten wie dem Wildwasserpaddeln (vor allem Kanurodeo) genutzt. Bei den entsprechenden Wassersportlern mit Surfbrett handelt es sich daher auch nur umgangssprachlich um Wellenreiter. (Quelle Wikipedia)